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Falsche Agenturen betreiben Menschenhandel

  • 23 hours ago
  • 3 min read

Sri Lanka l März 2026


Im Februar 2026 reiste die Geschäftsleiterin von SOLVA nach Sri Lanka, wo sie Mitarbeitende, Betroffene, Hilfeempfängerinnen und -empfänger sowie Vertreterinnen und Vertreter verschiedener lokaler Behörden traf. Eine der Betroffenen war Anushri, die uns gemeinsam mit ihrem Mann ihre bewegende Geschichte erzählte.


Falsche Agenturen betreiben Menschenhandel

Die Geschichte von Anushri steht stellvertretend für viele unsichtbare Schicksale von Arbeitsmigrantinnen weltweit. Sie zeigt, wie wichtig Schutz, Aufklärung und Unterstützung sind und wie Menschen, die unvorstellbares Leid erfahren haben, dank der Hilfe von SOLVA wieder neue Hoffnung schöpfen.


Unmenschliche Arbeitsbedingungen

Aufgrund finanzieller Not reiste Anushri im Januar 2022 über eine zweifelhafte Agentur nach Dubai. Was als Hoffnung begann, wurde schnell zum Albtraum. Täglich musste sie bis zu 16 Stunden arbeiten, erhielt kaum Nahrung und Wasser, schlief auf dem Steinboden und der Kontakt zur Außenwelt wurde ihr weitestgehend verwehrt. Es gibt auch Hinweise auf sexuelle Gewalt. Eine in Dubai lebende Bekannte von Anushri, versuchte einen minimalen Kontakt zu halten und es kam zu seltenen, kurzen Begegnungen. Da die Leistungsfähigkeit von Anushri unter den katastrophalen Bedingungen immer mehr abnahm wurde sie schliesslich Monate später in einen dunklen Raum gesperrt. «Ich verlor die Orientierung und das Zeitgefühl – ich dachte, ich würde dort sterben», berichtet Anushri in unserem Gespräch. Dann passierte eines Tages das Schlimmste. Sie gossen ihr eine unbekannte Flüssigkeit über Kopf und Fuss, wonach sie das Bewusstsein verlor.


Rückkehr und das Leben danach

Dank glücklicher Umstände wurde sie kurz darauf von ihrer Bekannten entdeckt und in ein Krankenhaus in Dubai gebracht. Sie verbrachte dort einen Monat, bis sie dank der Intervention ihrer Bekannten und der srilankesischen Botschaft in ihre Heimat zurückkehren konnte, wo sie weitere vier Monate im Spital verbrachte. Die körperlichen und seelischen Folgen sind bis heute gravierend. Anushri leidet unter Gedächtnisverlust und hat kein Gefühl im linken Bein, was das Gehen erschwert. Das Kopfhaar hat sie verloren und weiss nicht, ob dies so bleibt. 


Neue Hoffnung

Trotz allen Schwierigkeiten gibt es auch Hoffnung. Das Team von SOLVA besucht die Familie von Anushri regelmässig und unterstützt sie mit Saatgut und einer Wasserpumpe, um ihnen eine neue Lebensgrundlage zu ermöglichen. «Wir können dem Team nicht genügend Danke sagen. Besonders wichtig ist für uns nicht nur die materielle Hilfe, sondern auch die menschliche Zuwendung, dass jemand uns zuhört und uns auf unserem schwierigen Weg begleitet», bringt Anushri ihren tiefen Dank zum Ausdruck. Diesen Dank leiten wir gerne an alle Spenderinnen und Spender weiter.




Prävention dank Migrationskooperativen

Seit 2025 verfolgt SOLVA das Ziel, in den Teeplantagen von Sri Lanka, sogenannte Migrationskooperativen zu gründen. Die Mitglieder werden unter anderem darin geschult, ihr Umfeld vor den Gefahren von Fake-Agenturen zu warnen. Sie werden auch auf die Möglichkeit hingewiesen, sich beim Team von SOLVA zu melden, wenn sie von betroffenen Menschen hören.


 Treffen mit eines der Migrations-Kooperativen





*Name geändert




Anlässe 2026

 

Hinter verschlossenen Türen

Infos über die Arbeit von SOLVA & persönlicher Einblick einer Betroffenen


SOLVA gibt einen Einblick, wie Menschen in den Menschenhandel geraten, und stellt die Arbeit des Vereins im In- und Ausland vor. Anschliessend berichtet eine vom Menschen-handel betroffene Frau in Form eines eindrücklichen Podcasts und persönlichen Worten über ihr Leben.


Datum:  Donnerstag, 9. April 2026

Türöffnung: 18.00 Uhr

Start:             18.45 Uhr

Apéro:           20.00 Uhr

Ort:                Hotzehuus, Usterstrasse 2, 8308 Illnau-Effretikon

Anmeldung:  contact@solva.org  (bis spätestens 5. April 2026)



Freiheit hörbar machen

Anlass über Menschenhandel in der Schweiz 


Das Grossmünster und der Verein SOLVA laden zu einem gemeinsamen Anlass ein: Eine Gesprächsrunde bietet Einblicke aus erster Hand - mit einem musikalischen Gastauftritt von

Sänger und Songwriter Marius Bear.  


Programm

  • Kurze Einleitung und Vorstellung des Vereins SOLVA

  • Gesprächsrunde mit:     

    - Alexander Ott, Chef der Fremdenpolizei Bern bis Dez. 2025     

    - Magdalena Lesjak, Anwältin      

    - Betroffenes Opfer     

    Moderation: Karin Frei     Die Journalistin und Moderatorin hat über 25 Jahre bei Radio und Fernsehe gearbeitet. Heute ist sie Partnerin beim Mediationsteam komet-beratung und Besitzerin der Firma CommonGroundCommunications GmbH

  • Musikalische Umrahmung mit dem Schweizer Sängers Marius Bear

  • Apéro

     

    Datum:               Freitag, 28. August 2026

    Ort:                     Grossmünster, Zwingliplatz 7, Zürich

    Türöffnung:       17.45 Uhr

    Start:                  18.30 Uhr

    Apéro:                20.30 Uhr, Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, neben dem Grossmünster 



SOLVA - RUNNERS for FREEDOM

Greifenseelauf in Uster 


Renne mit uns und vielen weiteren Rennfreudigen am Greifenseelauf 2026, um gemeinsam ein Zeichen für Freiheit und gegen Menschenhandel zu setzen.


SOLVA ist als offizieller Charity-Partner vom Greifenseelauf aufgenommen worden. In diesem Zusammenhang steht SOLVA ein Info-Stand im Gelände zur Verfügung, an dem

wir Freitag und Samstag präsent sein werden. Es sind alle willkommen, bei uns vorbeizu-kommen.

 

Datum: Samstag, 19. September 2026

Ort: Uster

 

Konkrete Infos für den Anlass RUNNERS for FREEDOM folgen.

Für den Greifenseelauf meldet sich jede teilnehmende Person selber über die offizielle Greifenseelauf-Website an.

 

Sei mit dabei. Wir freuen uns auf dich 😊

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