Naturkatastrophen - Türöffner für Menschenhändler
Südostasien l September 2026
Die verheerende Flutkatastrophe in Nepal vor einem Monat ist leider kein Einzelfall. Auch andere Länder – darunter unsere weiteren Projektländer Indien und Sri Lanka – werden immer wieder von schweren Naturkatastrophen heimgesucht.

Solche Katastrophen haben weitreichende Folgen. Zwei davon sind:
Inmitten von Chaos sind nicht nur die Hilfskräfte schnell zur Stelle – sondern auch Menschenhändler. Sie nutzen die Notlage vor Ort gezielt aus und locken Betroffene mit falschen Hilfsangeboten in den Menschenhandel.
Für die betroffenen Menschen bedeuten Naturkatastrophen oft nicht nur den Verlust ihrer Einkommen und Lebensgrundlagen, sondern tragischerweise auch ein erhöhtes Risiko, Opfer von Menschenhandel zu werden.
Deshalb ist Prävention so wichtig –
Menschen vorbereiten, bevor sie zu Opfern werden
Sensibilisierung
Unsere lokalen SOLVA-Teams in Indien, Nepal und Sri Lanka sensibilisieren Erwachsene, Jugendliche und Kinder über Formen des Menschenhandels, Schutzmöglichkeiten und Hilfsangebote. Dies geschieht mit:
Vorträgen an Schulen: Schülerinnen, Schüler, Lehrpersonen und Eltern werden über die Gefahren des Menschenhandels und Schutzmöglichkeiten informiert.
Hort: Schulunterstützung, damit sie nicht den Schulanschluss verlieren und somit leichtere Opfer von Menschenhandel werden.
Jugendtreff: Jugendliche werden über die Gefahren des Menschenhandels und Schutzmöglichkeiten informiert.
Treffen mit Dorfbewohnern: Sensibilisierung zum eigenen Schutz und dem ihrer Kinder.
Treffen mit Migrationsgruppen: Gemeinsamer Einsatz gegen falsche Jobangebote im Ausland.
Treffen mit lokalen Behörden und Polizei: Zusammenarbeit zum Schutz der Bevölkerung und zur Befreiung von Opfern.
Radioprogrammen dreimal pro Woche: Erreichen rund 200'000 Haushalte.
Finanzielle Stärkung
Da Armut ein wesentlicher Nährboden für Menschenhandel ist, stärkt SOLVA gefährdete Familien auf ihrem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit. So wird verhindert, dass Eltern aus Not ihre Kinder zum Arbeiten schicken oder sie gar verkaufen.
Kleingewerbe: Familien erhalten beispielsweise Tiere oder Saatgut und lernen in Kursen, wie damit ein Einkommen zu erzielen.
Kooperativen: In verschiedenen Gruppen treffen sich wöchentlich jeweils zehn Frauen. Sie lernen den Umgang mit Finanzen und bauen gemeinsam beispielsweise eine Schweinezucht auf. So erwirtschaften sie gemeinsam ein regelmässiges Einkommen für alle Teilnehmerinnen.
Nähkurse: In regelmässigen Kursen lernen Frauen das Nähen und Erwerben ein staatlich anerkanntes Zertifikat.
Schützen wir gemeinsam Gefährdete, bevor es zu spät ist!
Jedes einzelne Menschenleben zählt.
Beispiele von möglichen Beiträgen

Bei Fragen zu unserer Projektarbeit – ob in Indien, Nepal, Sri Lanka oder in der Schweiz – könnt ihr uns gerne kontaktieren. Wir freuen uns über jeden persönlichen Austausch.

Inés C.
Gründerin/Geschäftsleiterin
Email: ines@solva.org Phone: 078 242 04 65



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